Mercedes Pagode 230 SL – W113 – Restaurierung zum Verkauf

Restaurierung “zum Verkauf”

Werte erkennen und erhalten

Diese Pagode ist von uns gekauft worden, um sie hochwertig zu restaurieren und zu verkaufen. Wertig restaurieren, heißt aber nicht alles zu erneuern, sondern auch das zu erhalten was erhaltungswürdig ist. Die Fortschritte unserer Arbeiten können jederzeit in unserer Werkstatt besichtigt werden, auszugsweise auch hier im Internet, und die ein oder andere Impression auch auf unserm Facebook-Account.

Historie

Die ursprünglich deutsche Pagode (Farbkombination: außen – grün, innen – cognac, Verdeck+Hardtop – schwarz), wurde etwas später in die USA verkauft. Dort wurde das Fahrzeug von einer bekannten Unternehmerfamilie in Goshen N.Y. (New York) gefahren. Danach wurde es von einem Östereicher gekauft – außen war die Pagode inzwischen silber. In Österreich wurde die Restaurierung von einem Privatier begonnen, ist aber frühzeitig abgebrochen worden.

Besonderes

Da diese Pagode mit einer sehr frühen Fahrgestellnummer noch über ein stehendes Reserverad verfügt, ist viel Platz im Kofferrraum für Gepäck.

Restaurierung

Wie soll diese Pagode restauriert werden?

  1. INSTANDGESETZTKarosserie – alle Schritte dokumentiert
    Abnahme der Karosseriearbeiten durch den Sachverständigen und Kunden
  2. NEULack – Dunkelolivegrünn / Dark Olive Green (291)
  3. ERSETZT UND INSTANDGESETZT Motor – wird auf einen originalen 230 SL Motor zurückgerüstet
  4. NEUInnenausstattung – Champignon
  5. NEUTeppich – Haargarn Buclé (Beige)
  6. NEU – Verdeck – Dunkel Beige mit Grünton Fenster
  7. INSTANDGESETZTTechnik/Instrumente (Tacho, Drehzahlmesser, Kombiinstrument, Uhr)
  8. NEUBremsanlage
  9. NEU/NEUVERCHROMT – Chrom

Was keiner besonderen Erwähnung bedarf: die Technik im Hintergrund wird geprüft und selbstverständlich überholt – Heizung + Wärmetauscher, Kühler, Fahrgestell und selbstverständlich Elektrik und Kabelbaum (neu).

Was wir erreichen wollen

Zuverlässige Einsatzbereitschaft

Mercedes – eine Marke die immer schon für Zuverlässigkeit stand kann, auch heute noch zuverlässig auf der Strasse bewegt werden. Unsere eigenen Fahrzeuge, und die aus unserem Kundenkreis, zeigen das seit Jahren. Auch diese Pagode soll fahren – dafür wurde ein Mercedes ursprünglich gebaut.

Im Folgenden sehen Sie auszugsweise interessante Details der Restaurierung:

Blecharbeiten

Und die Karosseriearbeiten beginnen an der Front … nicht mehr für alles bekommen wir Originalbleche von Mercedes. Aber auch die Originalbleche haben häufig keine bessere Passgenauigkeit als Nachfertigungen.

Der Plan: wir arbeiten uns von Fahrer vorne über die Frontseite nach hinten vor.

Die Realität: … sah teilweise anders aus.

Fahrerseite vorne:

Die Zeit hat an dieser Traverse offensichtlich “ganze Arbeit” verrichtet. Die Traverse wird mit Phosphorsäure stabilisiert, und danach im Originalverfahren ersetzt.

Der Unterbau der Fahrerseite vorne wird mit dem neuen Kotflügel zum Haubenverlauf ausgerichtet. An diesem Punkt stellt sich heraus, auch die Haube muß leicht angepasst werden.

Nach dem Ausrichten kann der Unterbau verschweißt werden.

Nach Anpassung des Bleches wird der Hohlraum von innen geschützt. Danach erst wird das Deckblech verschweißt.

Der Kotflügel wird grob ausgerichtet. Verschweißt wird er erst wenn Haube und Frontmaske angepasst sind.

Beifahrerseite vorne:

Und hier mal eine sehr unbekannte Perspektive – ein Blick in den Längsträger.

Die Wagenheberaufnahme – ein bekanntes Opfer der Rostorgien – sieht noch TOP aus.

Der Träger ist also bis auf “Kleinigkeiten” fast neuwertig. Natürlich ersetzen wir die “Kleinigkeiten”.

Das 2. Bild muß man optisch sicherlich erst mal sortieren (mir ging es so) – man sieht kleinere Durchrostungen von schräg vorne auf den Längsträger fotografiert.

Im vorderen Fußraum wird das Innenblech ersetzt – der Zwischenraum an der Blechauflage wird mit Schweißprimer geschützt und die Bleche werden nach dem Einschweißen mit Rostschutzgrund versiegelt.

Die äußere Vorderwand wird angepasst und eingeschweißt.

Abschließend wird der untere Teil der Stirnwand eingesetzt, verschweißt und mit Nahtabdichtung verschlossen.

Abgeschlossene Baustellen werden mit Rostschutzgrund geschützt.

Innenraum:

Die Bodenbleche werden auf Fahrerseite und Beifahrerseite ersetzt.

Fahrerseite hinten:

Die Fahrerseite hinten zeigt die typischen Durchrostungen am Übergang zum Schweller und an der Endspitze.

Auch diese Punkte sind in der Vergangenheit schon einmal bearbeitet worden. Allerdings mit “zeitgerechten” Schweißungen und teilweise mit „Pflasterlösungen“ also gedoppelten Blechen.

Diese Stellen werden jetzt ersetzt mit Verfahren, die aktuell bei Restaurierungen eingesetzt werden müssen. Also Stoß auf Stoß schweißen und sauber verschliffene Schweißnähte.

Nach Instandsetzen der inneren Durchrostungen im hinteren Bereich, wird die Seitenbeplankung ersetzt.

In diesem Zug wird an den Blechen, die jetzt erreichbar sind, Rostschutzgrund aufgetragen.

Die Seitenbeplankung wird geheftet.

Und die Gleichmäßigkeit des Überganges zwischen den Blechen wird kontrolliert.

Die Arbeiten an der Beifahrerseite sind analog durchgeführt worden.

Heckbereich:

Der Übergang zum Heckblech gestaltet sich etwas aufwendiger, da das Reparaturblech in diesem Bereich zu kurz war.

Der Spalt wird erst geheftet, dann vorsichtig zugeschweißt.

Das Heckabschlussblech wird ersetzt. Nach dem Heraustrennen des alten Bleches wird der Bereich darunter erst einmal mit Phosphorsäure neutralisiert.

Das fertiggestellte Heck wird mit Rostschutzgrund geschützt.

Fahrzeugfront:

Der Bugchrom der später verbaut werden soll ist da, die Front kann also fertiggestellt werden.

Provisorisch werden Kotflügel, Haube, Frontmaske montiert, Spaltmaße eingestellt, dann ausgerichtet und verschweißt.

Scheinwerfertöpfe werden eingeschweißt und die Übergänge verzinnt.

Prüfen der Karosseriearbeiten:

Die Arbeiten an der Karosserie sind abgeschlossen.

Relevante Chromteile werden angebaut und zusammen mit der Karosserie noch einmal auf Passgenauigkeit geprüft.

Spaltmasse werden geprüft.

Die Lackvorbereitung kann beginnen.

Wie immer stehen die eigenen Projekte zurück und Kundenprojekte haben Vorrang. Die Pagode ist also erst in den ersten Wochen 2017, nach Abschluss der Lackarbeiten, in die Endmontage gekommen. Im Anschluss die ersten Bilder im Sonnenlicht. Das Dunkelolivegrün / Dark Olive Green (291) zeigt das erste Mal seine Wirkung im Sonnenlicht.

Elektrik und Heizung werden montiert.

Motor / Getriebe und die technischen Umfänge sind an der Reihe, schon länger vorbereitet für die Endmontage.

So, die Türen sind jetzt das nächste, das wir montieren werden …

Die Endmontage geht dem Ende zu. Es fehlen jetzt Chromteile, die noch beim Verchromer sind, die Innenausstattung ist noch beim Sattler und natürlich die Kleinigkeiten die immer erst am Ende auffallen.